Interdisziplinäres Ultraschallzentrum und Ultraschall­forschungslabor der Charité

Mit der Gründung des Ultraschall-Forschungslabores (USLAB) an der Berliner Charité durch die Kliniken für Radiologie (Prof. Fischer) und Gynäkologie (Prof. Thomas), wurde bereits 2007 der Grundstein für die Schaffung eines Konzeptes zur Bündelung von Ultraschall-Leistungen und Ultraschallforschung gelegt. Das im Jahre 2017 völlig neu gestaltete Interdisziplinäre Ultraschallzentrum greift die Grundidee des USLAB auf und schafft eine Konzentration von Ressourcen in einem Ultraschallzentrum. Nach Fertigstellung der Baumaßnahmen im November 2017 entfaltet das Projekt seine volle Leistungsfähigkeit in 10 Ultraschallräumen.  

Es kooperieren die Fachdisziplinen Radiologie, Nephrologie, Hämato/Onkologie, Innere Poliklinik, Notfallmedizin, Chirurgie, Urologie, Orthopädie, HNO, Dermatologie, Rheumatologie sowie Kardiologie.

Aktuelle Informationen

Covid-19 und Lungenultraschall

Einige lungensonographischen Befunde (multiple fokale B-Linien, Konsolidierungen, verdickte Pleuralinie, Airbronchogramm) können bei COVID-19-Patienten erhoben werden, diese sind wie in der CT auch, nicht spezifisch für diese Erkrankung und zeigen ein stadienhaftes Auftreten. COVID-19 ist folglich nicht mittels US diagnostizierbar, es kann jedoch im klinischen Kontext eine Verachtsdiagnose erhärten und in der Folge den klinischen Verlauf monitoren. Anbei eine kleine Linksammlung zum Thema:

https://www.youtube.com/watch?v=0riiz3tkc4Q&feature=youtu.be

https://pubs.rsna.org/doi/10.1148/radiol.2020200847

https://www.coreultrasound.com/viralpna/

http://www.thepocusatlas.com/covid19

https://www.ultraschall-akademie.de/aktuell/news/detail/article/ultraschall-und-covid-19.html

Aus aktuellem Anlass freut es uns besonders, dass unser Uro-Radiologie Team des Ultraschallzentrums in diesem Jahr den Preis (2. Platz) für Patientensicherheit mit einem Thema zur besseren Schallkopfdesinfektion gewinnen konnte, anbei der Link zum Preis:

https://www.aps-ev.de/Preistraeger/dpfp2020/

 

 

Die Ultraschalldiagnostik ist in allen Bereichen der Medizin eine der wesentlichen Säulen der Bildgebenden Diagnostik und ist aus der täglichen Routine nicht mehr wegzudenken. Häufig wird der Ultraschall an Großkliniken von mehreren Fachabteilungen angeboten. Zwangsläufig folgt daraus, dass die Zahl der in einem Klinikum verfügbaren Geräte über der tatsächlich benötigten Kapazität liegt und eine ökonomische Auslastung nicht gegeben ist.

Nahezu jede Abteilung an einem Großklinikum hat unabhängig voneinander den Ultraschall mit eigenen Geräten, eigenem Personal und eigenen Organisationstrukturen betrieben. Die Nachteile eines solchen Systems liegen auf der Hand. In Zeiten von knapper werdenden Ressourcen können sich nur noch wenige Abteilungen moderne und leistungsstarke High-End-Geräte leisten. Diese sind aber aufgrund der verbesserten Bildqualität und damit verbesserten Aussagekraft unerlässlich geworden. Forschungsvorhaben sind zwingend an diese modernen Geräte gebunden, ein weiterer wichtiger Faktor, den es zu berücksichtigen gilt.

Darüber hinaus spielt die Qualitätssicherung eine immer bedeutendere Rolle. Dies wird meist den einzelnen Abteilungen selbst überlassen und war dadurch in der Vergangenheit nur begrenzt organisiert.

Durch den Zusammenschluss von bislang getrennten Funktionsbereichen der Sonographie zu einem interdisziplinären Ultraschallzentrum wurde in der Charité ein Basismodell geschaffen. Ziel war es gemeinsame Ressourcen zu bündeln, das Untersuchungsspektrum zu erweitern und die Weiterbildung der Assistenten zu verbessern sowie gemeinsame Forschungsvorhaben umzusetzen. 


Video: Vorstellung des Ultraschall-Zentrums (deutsch)

Video: Vorstellung des Ultraschall-Zentrums (Englisch)

Ultraschall trifft Kunst - die Sonogalerie im Flur des Ultraschallzentrums